Russisch Blau

Russische Quellen kolportieren folgende Herkunft: Die erste Gruppe von Zuchtexemplaren der späteren Rasse Russisch Blau stammte aus Archangelsk. Sie wurde um 1860 vermutlich von britischen Matrosen als Handelsware nach England eingeführt.

Um 1900 war die Rasse sowohl in England als auch im zaristischen Russland sehr beliebt. Durch Einkreuzen der Siamkatze,Britisch Kurzhaar und der Europäischen Kurzhaar konnte die Rasse, welche nach dem 2.Weltkrieg fast ausgerottet war, erhalten werden. Durch diese Einkreuzungen wurde das Fell der Rasse kürzer und dichter und die Augenfarbe wurde tief-smaragdgrün. Ab ca. 1937 gibt es die Russisch Blau als eigenständige Rasse; bis dahin wurde sie als Variante der Malteser Blau, Foreign Blue, Kartäuserkatze oder Britisch Kurzhaar geführt.

RB1 Drei wesentliche Zuchtzweige (Typen) sind heute in Europa bekannt. Diese unterscheiden sich sehr voneinander, was auch historisch sehr einfach nachvollziehbar ist:
Der englische Russisch Blau Typ. Er ist meist etwas kräftiger und mittelblau im Fell und hat eine enge Ohrenstellung. Vom Temperament und Aussehen das Mittelmass von den drei Zuchtzweigen.
Der sibirische/skandinavische Zuchtzweig ist eine Russisch Blau, die etwas kleiner, eleganter und sehr viel dunkler im Fell (fast Anthrazit) ist. Dieser Typ gilt als sehr zurückhaltend Fremden gegenüber und ist deshalb nicht oft zu sehen.
Der amerikanische Vertreter ist eine elegante, mittelgrosse und hellblaue Russisch Blau Katze. Mit weit gesetzten Ohren. Dieser Typ gilt als der kontaktfreudigste Russisch Blau Typ, ist aber noch selten in Europa.

Es existieren insbesondere in Europa Vermischungen dieser Zuchtzweige. Was um die genetische Vielfalt zu erhalten durchaus erwünscht ist. Aus diesen Vermischungen ist die mitteleuropäische Russisch Blau entstanden, welche die Vorzüge der verschiedenen Zuchtzweige verbindet.

Steckbrief: Russisch Blau

RB2

Schulterhöhe:

Kater: Ø 30-40 cm
Kätzin: Ø 20-30 cm

Gewicht:

Kater: Ø 4-6 kg
Kätzin: Ø 3-4 kg

erlaubte Fellfarben:

Blau, solid (schimmerndes Grau, einfarbig)

erlaubte Fellzeichnung:

keine (Tabby am Schwanz wird akzeptiert)

erlaubte Augenfarben:

Grün (lebhaft, smaragdfarben)

Fehler:

alle Muster und Weissflecken; andere Fellfarbe; andere Augenfarbe; Stop im Profil;
Genetische defekte aller Art; Unbalancierter Körperbau; Disharmonie;
aggressives Temperament.